Ein wichtiges Ziel des Projekts "Alt und Jung im Handwerk" ist die Verwurzelung des Instruments der Ausbildungspatenschaften in den Betrieben, insbesondere in den Ausbildungsbetrieben des Handwerks. Damit sollen zum einen Angebote für nachberufliches Engagement für die ältere Generation geschaffen werden und zum anderen ein Beitrag zur Sicherung der Ausbildung und zur Weitergabe des vielfältigen Wissens und der Erfahrungen von Älteren geleistet werden.

Das Handwerk steht für fast 5 Millionen Beschäftigte – oder 12 Prozent aller Erwerbstätigen. In 945.000 Betrieben – das sind knapp 30 Prozent aller Betriebe in Deutschland – werden 480.000 junge Erwachsene ausgebildet – das sind 30 Prozent aller Auszubildenden. 470 Milliarden Euro Umatz – oder 8 Prozent der Bruttowertschöpfung – erwirtschaftet das Handwerk.

Der demographische Wandel stellt eine besondere Herausforderung dar. Das Handwerk hat jetzt schon Nachwuchsprobleme, die sich angesichts der geringen Geburtenrate verschärfen werden. Qualifizierte Fachkräfte fehlen. Der "Kampf um Talente" hat schon begonnen. In zehn Jahren werden alle Unternehmen um die Gunst der Heranwachsenden wetteifern. Jeder Schulabgänger ist mit seinen Fähigkeiten und Potenzialen ein möglicher Mitarbeiter, der gefordert und gefördert werden muss. Darunter sind nicht nur Leistungsstarke. Es gilt, sich auch um die Leistungsschwachen stärker zu kümmern und generell Ausbildungsabbrüche zu vermeiden, brechen doch etwa 25 – 30 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung vorzeitig ab.