Ausbildungspatenschaften bieten Jugendlichen eine persönliche Begleitung beim Übergang von der Schule in die Ausbildung und in der Ausbildung selbst an. Jugendliche werden durch ehrenamtliche Frauen und Männer trainiert, um sie reif für eine Ausbildung zu machen. Sie helfen, Fähigkeiten und Berufswünsche zu identifizieren, und bieten Unterstützung bei Bewerbungen und bei Problemen während der Ausbildung. Sie vermitteln Lebensmut, Erfahrungen, Wissen, "Soft-Skills" und ein tragfähiges Fundament für die Zukunft der Jugendlichen. Ausbildungspaten wollen also die Startchancen und die Integration von Jugendlichen, ob benachteiligt oder begabt, verbessern und Anerkennung und Wertschätzung geben.
Ausbildungspaten sind meist ältere, pensionierte Frauen und Männer, die bereit sind, Jugendliche im Übergang Schule/Beruf bzw. in der Ausbildung selbst zu begleiten. Ausbildungspatenschaften bieten den Älteren die Möglichkeit, sich freiwillig, ehrenamtlich zu engagieren. Viele ältere Menschen wollen ihr Erfahrungswissen aktiv für das Gemeinwohl einsetzen und wünschen sich eine Tätigkeit, die ihren persönlichen Fähigkeiten und Neigungen entgegenkommt. Sie haben Interesse am Leben von jungen Menschen und sind bereit, auch Einblick in ihren eigenen Alltag zu gewähren. Jede Patin/jeder Pate betreut einen Jugendlichen nach seinen Erfahrungen und dessen Bedürfnissen. Ein Engagement als Ausbildungspate oder -patin wird von den Älteren als sinnstiftende Aufgabe wahrgenommen, die ihnen Spaß macht und in der sie Anerkennung erfahren.
Ausbildungspatenschaften werden von unterschiedlichen ehrenamtlichen Initiativen angeboten. In vielen Regionen in Deutschland präsent, sind sie im Hinblick auf ihre Trägergemeinschaften äußerst vielfältig. Aber auch die Ausrichtungen können variieren: Mal stehen Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, mal leistungsschwache Azubis, mal junge Frauen mit Migrationshintergrund, dann wieder leistungsstarke Jugendliche.






